Archiv für den Monat Oktober 2011

David Grann: Die versunkene Stadt Z (2011)

So faszinierend die Welt um das Amazonasgebiet selbst sein mag, so sehr ist sie ebenso Träger zahlreicher unglücklicher Ereignisse; angefangen bei der wohl „menschenfeindlichsten“ Umgebung auf unseren Planeten, ziert den mächtigste Strom der Welt (und seine ebenso verzweigten und langen Nebenarme) eine Historie von Schrecken, Wahn und Obsession. Die berühmteste darunter mag ohne Zweifel die des PHF sein: Percey Harrison Fawcett, „der letzte Abenteurer“, Forschungsreisender & englischer Gentleman – und vor allem auf Grund seines mysteriösen Verschwinden im Jahr 1925, als er sich ein letztes Mal in den Dschungel aufmachte um seinen letzten großen Wunsch zu erfüllen, seinen Wahn zu befriedigen: die Entdeckung des sagenumwobenen ElDorado, der verlorenen Stadt „Z“.  eintauchen

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Super (2010)

Life’s a bitch. Das weiß keiner besser als Frank (THE OFFICE-Sonderling Rainn Wilson). Dem wird nämlich einfach so die Freundin gestohlen, noch dazu von so einem abgewichsten Arschloch namens Jock (eigentlich Jacques aka Kevin Bacon). Doch Trauer, Gott und Hentai zeigen Frank den richtigen Weg – den Pfad der Gerechtigkeit in einer durch und durch verdorbenen Welt und dieser führt unweigerlich zu einer finalen Konsequenz: wer Recht will, muss dieses selbst in die Hand nehmen und wer kann das besser als ein Superheld? Ergo …

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Z

„Schließe die Augen, wenn du es nicht sehen willst.

Hör nicht zu, wenn du es nicht wissen willst.“

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Cold Fish (2010)

Syamotos (Makoto Ashikawa) Leben ist eine stille Hölle. Die frustrierte Frau des Tropenfischverkäufer will ihn kaum noch berühren, während die Tochter respektlos und frech sich einen Dreck um ihren Vater (und vor allem die neue Stiefmutter) schert und lieber im Supermarkt auf Einklautour geht. Als sie dabei eines Abends erwischt wird und Syamoto sich demütig auf den Weg macht, sein eigen Fleisch und Blut aus diesem Schlamassel wieder raus zu bugsieren, trifft er auf den sympathischen, vielleicht etwas aufdringlichen Murata (gespielt von einem japanischen Comedian, der sich selbst schlicht Denden nennt), der sich gewissermaßen als Retter in der Not erweist. Nicht nur verhindert er das unnötige Einschreiten der Polizei bei der Jugendtorheit, er bietet Syamoto auch seine Geschäftspartner- und Freundschaft an. Zuvorkommend und verständnisvoll, wie sich Murata nun mal erweist, nimmt er Syamotos Tochter als Arbeitskraft in seinem – ebenso auf Tropenfische spezialisiertem – Geschäft auf und schafft es beinahe am selben Tag noch, die Ehe zwischen seinem neuen Freund und seiner Frau aufzupeppen. Leider, leider erweist sich Murata bald nicht als der gute Mensch, für den ihn Syamoto hält, denn seine neue Bekanntschaft hat mittlerweile schon über 30 Menschen „verschwinden“ lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

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