Christine Bauer-Jelinek: Der falsche Feind

(Kurzrezension für thalia.at – und für die Frustbewältigung. Was für ein dummes Buch.)

Große Satire erkennt man daran, dass man sie eben nicht erkennt. Entweder ist Bauer-Jelineks Buch genau dies oder einfach nur dumm.

Was früher war und nicht mehr ist, dass kann doch nicht sein, das verwirrt uns und versetzt uns in Zorn und wie kommt man (frau) überhaupt auf die Idee gesellschaftliche Umwälzungen und Veränderungen zu akzeptieren, ja, sogar zu verlangen?? Und das in einer Zeit, in der das Weibchen ohnehin schon viel zu viel zu sagen hat. Sehen Sie, auch Aristoteles hat schon so etwas gesagt und wenn ein kluger Mensch was Dummes sagt ist es dennoch klug – und wenn ein kluger Satz meiner Polemik hilft ist es umso besser:

‚Frauen zurück an den Herd‘ finden Sie zu radikal? Ist auch ok, ich kann’s umschreiben und fundieren, in Großdruck und keine 200 Seiten lang damits nach was und nicht nach nichts ausschaut. Ihr Bauch gehört mir, vergessen Sie das nicht. Gut das wir uns verstehen.

Übrigens: dieses reaktionäre Machwerk liegt bei uns übrigens vor dem Gender/Feminismus-Regal: aber keine Angst! Das ist nur unser subversiver Humor, für den wir bekannt sind. All jene, die dies schätzen, sei Bauer-Jelineks Buch ans Herz gelegt: ließt sich wie ein FPÖ-Pamphlet, ergo: Realsatire in ganz großer Form.

EAN: 9783711000293
Erschienen: 29.09.2012
Verlag: Ecowin Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
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