Learning by Playing: savingfile#01 – Art Style: PiCOPiCT

I am bored, therefore i play. Videogames. Aber über Videospiele schreiben ist verzwickt, weil wer will schon ein Review zu einem 5 Jahre alten Spiel lesen, dass ich gerade zocke, weil mir fad ist. Außerdem gibt es zu dem Thema schon genug; meine akutellen Favoriten sind JonTron und ZeroPunctuation. Da ich aber einsam bin und mit mir niemand über 8Bit Musik reden will, probiere ich hier mal was Neues und zähle mal so auf, welche semi-philosophischen Erkenntnisse ich beim Spielen bestimmter Titel erfahren habe. „Semi“ deshalb, weil ich keine Ahnung von der wissenschaftlichen Disziplin der Philosophie besitze und ich mit „sinnieren“ meistens, „Bier trinken und einrauchen“ meine. Ach ja, und mit „lernen“ meine ich „bis zum nächsten Post schon wieder vergessen“. Here we go!


 

savingfile#01: Art Style: PiCOPiCT (Nintendo DSi Ware)

picopict

1. Doppelmoral: Da verdrehe ich die Augen über Leute, die CandyCrush oder sonstige generic-fuckthejewelsawaybeforetheykillyou-game spielen, aber selbst bleibe ich bis um 3 in der Früh auf um quadratische Teile nach Farben zu sortieren.

2. Krisenmanagement: Die Danger-Anzeige brachte mich zunächst zur Verzweiflung und einem frühejakulativen Verwenden des POW-Schalters, doch der erwies sich als lediglich als Teillösung eines ganz anderen Problems: ich bin anscheinend farbenblind.

3. Hunde: Können dieses Spiel nicht spielen, wie gesagt, Farben sind sehr wichtig. Außerdem fehlen ihnen die notwendigen Daumen um den DS zu bedienen.

4. Retrogaming: Das Spiel ist aus 2009, fühlt sich aber an, wie aus [Jahr-an-dem-Tetris-erschienen-ist-sofern-ich-da-überhaupt-schon-auf-der-Welt-war]. Musikalisch, wie auch farblich.

5. Farben: Habe ich schon erwähnt, dass Farben vorkommen?

6.YMCK: Ist eine japanische Band (?) die, ähnlich wie Anamanaguchi, 8Bit-Musik machen, meine liebste Musikrichtung neben Babymetal und Polka-Covers von Katy Perry Songs.

7. Jukebox: Jedes Spiel, das was von sich hält, hat eine. Wenn die Musik so gut ist, dass ich anstatt zu spielen, lieber die Lieder laufen lasse, machen die Entwickler was richtig. Oder komplett falsch.

8. Existenzialismus: Wie jedes gute Spiel, beantwortet auch PiCOPiCT, essentielle Fragen unseres – ah, fuck it: der Bowser-Castle-Remix von YMCK ist das fetzigste, dass ich in einem Spiel je gehört habe!

9. Albträume: Shigeru Myamotos werden von dieser lynchigen Musik untermalt.

10. Erniedrigung. Letztes Level, not that easy. Mehrere Anläufe. Und der Mothefucker-Castle-Bewacher der mir den Mittelfinger zeigt. Fuck you too Toad.

toad motherfuckerNoch schlimmer ist die Erkenntnis, dass er das seit Jahren tut. Your fucking princess, is in another fucking castle.

11. Existenzialismus, diesmal wirklich. Wenn MARIO PARTY 2 die bittere Allegorie über das Leben ist, dann ist Toad die wenig subtile Metapher an der Spitze. (Seriously, fuck you, Toad.)

12. Durchhaltevermögen & Nihilismus: Trotz Schmach und Hohn habe ich das letzte Level dann geschafft, meine Seele blutet und meine Träume waren durchzogen von hypnotischer Musik. Wer spielt, gewinnt, aber erkennt, dass nichts einen Sinn hat. 

13. Todestrieb: Es gibt Remix-Levels, die machen das ganze noch schwieriger, aber ich hab‘ Zeit und keine Freunde.

14. After-Credit-Scene: Gibt es keine, aber dafür jemanden im Entwicklerteam, der Federico heißt. Es hat sich richtig ausgezahlt, diesen Beitrag zu lesen, gell?

15. Zen: Irgendwann lässt man sich nicht mehr von der Danger-Anzeige stressen, oder davon, dass man nur noch 2 POWs zu Verfügung hat. Der Flow hat einen mitgerissen und smooth landet Pixel für Pixel genau an der Stelle, die man wollte, Linien verschwinden und das letzte Puzzleteil wird zusammengesetzt zu einem wunderschönen – AHHH! TOAD! I HATE YOU!

16. Seriously, fuck you Toad. Ich hasse dich bereits seit Mario Kart 64.

 

  • Fazit gelernter Dinge: Hass treibt mich an und eines Tages werde ich im Blut dieser verpixelten Kröte (?) baden.
  • Alliterations-Bonus: Pixelige Puzzlespiele personifizieren positive Pausen im perfiden Play-Alltag und Penis. (Verdammt.)

 


In Action:

 

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