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Wolf Pussy

Im Vorzimmer von Wolf – der darauf besteht, dass man seinen Namen wie den englischen Wolf, also woolf [ˈwʊlf], ausspricht, hängt ein Bild, dass seit Monaten seine Freunde in Verwirrung bringt; es ist die Vagina seiner Ex-Freundin Vicky, die das allerdings nicht weiß. Das weiß niemand, nicht einmal Wolfs neue Freundin Clara, die ihre Möse schon viermal von Wolf hat fotografieren lassen. Für Verwirrung sorgt eigentlich auch nicht das Bild, sondern eher Wolf: er fordert jeden seiner Gäste auf, zu erraten, was das Bild zeigt. Niemand hat es bisher geschafft, wenige erkennen überhaupt, dass es eine Fotografie ist und Wolfs Beharrlichkeit jeden wiederholt zu fragen, was er sehe, ist äußerst aufdringlich, finden die meisten. Wolf hat das Bild so sehr vergrößert und an das Objekt herangezoomt, dass es zu einem unkenntlichen, fleischfarbenen Brei wurde. Wolf beschreibt es als ein abstraktes Kunstwerk, er nennt es – originell wie Wolf nun mal ist – LUST. Seine Freunde finden das Bild weniger lustvoll; es gab bereits Berichte von Unbehagen und obwohl man nicht mit dem Finger drauf deuten kann (was Wolf immer sehr erheiternd findet, wenn es jemand wirklich tut), gibt es etwas an Wolfs Vorzimmerbild, was einen nicht direkt abstößt, aber leicht zusammenzucken lässt. Das Bild hängt unübersehbar gegenüber der Einganstür und jeder der die Wohnung betritt, wird augenblicklich damit konfrontiert. Für Wolf ist das Bild mittlerweile zur Alltagsbeiläufigkeit verschwunden, selten erkennt er es bewusst, doch freut sich stets, wenn er jemanden bittet, sich sein Kunstwerk näher anzusehen. Manchmal, nachdem er einen verstörten Gast in das Wohnzimmer gebracht hat, geht Wolf noch einmal zu dem Bild zurück und schnuppert daran, als würde er Vickys Geruch darin erkennen. Doch es riecht nur nach Plastik und Wolf zuckt mit den Schultern. Man kann nicht genau sagen, warum Wolf das macht – das aufdringliche Zeigen, das Schnuppern, überhaupt das Aufhängen einer solch intimen Fotografie, auch wenn sie niemand als solche erkennt – aber ich denke er macht es nur, weil er uns ficken will. Wolf ist ein ziemlich verficktes Arschloch und er liebt es seine Freunde ins Hirn oder in den Arsch zu ficken; sollte man mit Wolf Taxi fahren, muss man unbedingt darauf achten, als erstes aus dem Auto zu steigen, da Wolf – wenn er sich irgendwo absetzen lässt, ohne zu zahlen versteht sich – einem das Portemonaie entwendet, nur um später die Geschichte zu hören, wie man den Taxifahrer die Fahrtkosten bezahlt hat. Insgeheim will Wolf einfach nur raus finden, wie niedrig der Preis für eine BJ seiner Freunde ist um sich die Peinlichkeit zu ersparen, selbst danach zu fragen. Das ist meine Theorie. Oder Wolf klaut einfach gerne, das ist die Theorie seiner Freunde, die alle sehr gut auf ihr Portemonnai aufpassen, wenn Wolf um sie herum schleicht. Manche behaupten auch, Wolf wolle uns befreien, uns vor unsere Grenzen stellen und dabei beobachten, wie wir sie überschreiten. Den Freunden, die eine Beziehung führen hat er – nicht selten ohne ihr Wissen – eine Prostituierte bezahlt (mit welchem Geld auch immer), die sich dann beim gemeinsamen Saufgelage in Wolfs Wohnung an den jeweiligen Schwerenöter rangemacht hat (jedoch nicht ohne vorher eine – mindestens – dreiminütige Abhandlung über Wolfs Fotokunst von sich zu geben). Wenn Wolf dann genug gesehen hatte, wirft er seinen Freund raus und lässt diesen dann mit der Hure alleine stehen, während er alleine oder mit seinen  übrigen Kumpanen, die es vielleicht wissen, oder vielleicht auch nicht, weiter trinkt. Die wenigsten haben sich über die einsamen Stunden mit Wolfs Freundin beschwert, was nur beweist, dass Wolf mit seinen Freunden nicht selten zurecht fickt. Das man Wolf nicht trauen kann hat sich mittlerweile herumgesprochen, doch er schafft es dennoch immer wieder Leute um sich herum zu scharen. Das mag allerdings daran liegen, dass jeder schon mal von fast oder so richtig schlimm von Wolf erwischt wurde und die Abenden mit ihm zu einem freundschaftlichen russischen Roulette ausarten, bei dem jeder an seinem Getränk schnüffelt. Nicht dass man K.O. Tropfen riechen könnte – niemand hier weiß, ob Wolf so etwas wirklich machen würde, aber wenn, dann sind wir uns sicher, dass wir nicht mehr in der selben Stadt aufwachen würden – Urin jedoch schon. Viele Abende vergingen jedoch auch recht ereignislos, was uns erleichtert aber auch enttäuscht hat. Die Mutigen unter uns – und ich gehöre nicht dazu – sprechen Wolf dann mit seinem bürgerlichen Namen „Wolfgang“ an und kassieren eine, dass es sich gewaschen hat.. Wenn Wolf gut drauf ist, schreit er noch ein wenig I am a wolf, und parodiert seinen Nickname mit einem Heulen. Das finden wir dann immer zu Brüllen komisch (was auch daran liegt, dass niemand von uns mehr nüchtern ist, wenn beschlossen wird, Wolf Wolfgang zu nennen). Seit Wolf Gras anbaut, ist es zu weniger aktiven Zwischenfällen geschehen; gut einem seiner Gäste hat er Senf in das Haar massiert, als dieser Schlief, aber das weckte bei mir nur noch ein mildes Lachen hervor. Gras macht Wolf träge, doch ich bezweifle, dass es ihn unkreativ macht. Das Bild in seinem Vorzimmer ist der beste Beweis dafür. Wolfs dunkle Seele erachtet es nicht mehr als notwendig uns an unserem Leid teilzuhaben, sondern erfreut sich schlicht an der Tatsache, dass wir nicht mehr wissen, wann wir gefickt werden. Wolf ist kein guter Freund. Man kann sich auf ihn nicht verlassen und niemand weiß, wie er es andauernd schafft, kein Single zu bleiben, obwohl jede Frau die ich kenne, ihn abstoßend findet. Übrigens auch jeder Mann. Wolf befreundet sich aber auf Grund seiner übereifrig kommunikativen Art schnell mit fremden Menschen und der Kern seiner Gefolgschaft beobachtet Wochenende ein und aus die verschiedenen Gestalten jeden Alters und Geschlechts in Wolfs Apartment ziehen und die Fotze seiner Ex begutachtend. An einem der frühen Sommermonate schaffte es Wolf eine ganze Maturantenklasse zu sich nach Hause zu bringen, da die frischgereiften und angetrunkenen Schüler offensichtlich ignorierten, dass es in der Welt der Erwachsenen nicht Gang und Gebe ist, mit 30-jährigen langhaarigen Borderlinern umher zu ziehen. Wolf bekam am diesen Abend sehr ausführliche Interpretationen seines Bildes, vor allem von zwei zukünftigen Kunststudenten und Coffee-Shop-Baristas die ihr angesammeltes Wissen in  eine extravagante Erläuterung fließen ließen, die immerhin satte 20 Minuten anhielt. Wolf war begeistert. Am selben Abend verkuppelte er einen unserer Gefährten mit einem 15jährigen Mädchen, die sich als Schwester einer der Maturantinnen entpuppte (aber, wie Wolf schwörte, viel älter als diese aussah). Irgendwann wurde ich jedoch müde von Wolf. Er hatte einen meiner Freunde beschimpft und anschließend in die Wohnung gesperrt, weil dieser sich weigerte all seine Kontaktdaten in seinem iPhone unter „Nigger“ zu speichern. Als mein Freund Wolf nach einer längeren Diskussion als bescheuerten Rassist beschuldigte, fuhr Wolf hoch und rannte aus der Wohnung. Als ich ihm nach lief, schlug er die Tür zu und sperrte blitzschnell ab. Mein Freund hämmerte gegen die Eingangstür und schrie, wir sollen ihn verfickt noch einmal aus der Wohnung lassen, doch Wolf grinste nur. „Sag es!“ schrie er zurück und ich schüttelte nur den Kopf und flüsterte, „Mann, du bist nicht einmal schwarz, was soll der Scheiß, Mann“. Wolf, der kein Rassist war, sondern alle Menschen gleich schlecht behandelte, grinste nur weiter und zeigte mir den Mittelfinger. Ich bin nicht besonders stark, doch meine ständigen Augenringe verleihen meinem Ausdruck einen gewissen Grad an Bedrohlichkeit und obwohl ich nicht weiß, ob Wolf darauf anspricht, zeigte es Wirkung als ich nah an ihn herantrat und finster zu Wolf hinauf sah. Durch die Zähne zischte ich einen leisen Befehl und Wolf machte abweisende aber verständnisvolle Gesten. An sich hätte ich es ja kommen sehen können, doch manchmal blenden auch mich Wolfs Manöver; in dem Moment, in dem der letzte Zahn in das Schloss eindrang, stemmte sich Wolf dagegen. Die Schläge aus der Wohnung wurden lauter und die Flüche obszöner und sehr persönlich. Wolf machte die „tja“-Gestik ohne dabei das Gesicht ins Komische zu verziehen. Wir mussten den Schlüsseldienst rufen, die Kosten trug natürlich ich, da niemand der beiden Beteiligten bereit war auch nur einen Teil der Summe zu leisten. Da es dauern konnte, bis der Schlüsseldienst da war, gingen Wolf und ich auf die Straße und tranken beim Wirten ums Eck zwei Halbe auf Kosten meines Freundes, der mit der Portemonnaie-Regel noch nicht vertraut war. Als ich auf der Toilette war, änderte Wolf gelassen alle meine Kontakte und speicherte ihre Namen auf „Goebbels“ um (außer seinen, der behielt den glorreichen Titel „Fuckbuddy“). Schließlich traf der Schlüsseldienst ein und nachdem dieser sich von Wolf auf ein Bier einladen ließ – die Gelegenheit sei nicht dringend und wir (sprich ich) würden ihn auch für die Zeit entlohnen; Wolf wollte unbedingt mit ihm auf ein Bier gehen – entschloss er sich dann, die Tür aufzubrechen. Als wir an Wolfs Wohnungstür gerieten, war es erschreckend still. Und dann fiel uns der Rauch auf, der unter Wolfs Tür heraus floss. Ich schrie und der Schlosser der auf den Namen Moe von Mohammed hörte, tat sein Bestes um die Tür so schnell wie möglich zu öffnen. Wolf stand still da und in seinen Augen leuchtete es; die Tür sprang auf und Wolf drängte sich zwischen mich und Mo, fegte den Rauch beiseite, der zum Glück nicht all zu erstickend war, wie wir befürchtet hatten und breitete die Arme aus um seinen neuen Märtyrer zu umarmen. Doch in dieser Bewegung stockte er. Was bisher geschah: als mein Freund – nennen wir ihn Jo, wie Johannes oder Joseph oder Joachim, wer weiß – bemerkt hatte, dass wir nicht mehr vor der Tür standen und der Irre tatsächlich seinen Schlüssel abgebrochen hatte, beschloss Jo ebenso den Schlüsseldienst anzurufen. Und dann die Polizei. Doch als er kehrt machte, blieb sein Blick erneut an Wolfs Fotografie hängen. Er neigte den Kopf etwas und dann noch etwas und dann noch etwas und plötzlich erkannte er, worum es sich dabei handelte. Was Jo erkannte, hat er uns nie gesagt, doch er war die zwei Stunden, die er in der Wohnung verbrachte erfüllt von Glück und einem innigen Gefühl von Heimkehr, dass er sich nicht von dem Bild lösen konnte. Jo betrachtete es genau, fuhr mit seinen Fingern die verschwommenen Konturen entlang und schnupperte an seinen Fingerkuppen (manche berührte er mit seinen Lippen). Er legte die flache Hand auf die Bildoberfläche und auf diese lies er sein Ohr nieder um durch seinen Puls die Energie des Bildes zu spüren. Jo hatte sich noch nie in seinem Leben so erfüllt und so sinnlich gefühlt. Und da fiel er die Entscheidung dem Wichser eins reinzuwürgen. Jo zerbrach den Rahmen und legte die lose Fotografie vor sich hin, die unter der fehlenden Spannung in sich zusammenfiel (und ironischer weise dadurch um einiges mehr nach dem eigentlich Modell aussah) suchte nach einem Feuer und fand einen halben Joint in Wolfs Wohnschlafküche, den er zur Feier des Tages in sich aufnahm. Die Rauchschwaden des Mary-Janes schwebten über dem Bild und die Konturen wurden immer feiner und Jo musste vom ganzen Herzen grinsen als er einen letzten Blick auf das Foto warf, bevor es unter der Hitze des Zippo, das Wolf mir gestohlen hatte, nachgab und in sich zusammenfiel. Das Foto brannte noch eine ganze Weile und Jo ließ es am Fußboden liegen, wo es einen dunklen, länglichen Fleck hinterließ, welcher der Form von Schamlippen nicht unähnlich war. Wolf würde die Ironie nicht gut heißen. Die Flammen verspeisten zudem noch einen linken Stoffschuh und Teile des Müllsacks, den Wolf seit Wochen neben der Wohnungstür deponiert hatte. Dies erklärte zumindest die Rauchentwicklung, doch der Schaden hielt sich in Grenzen. Nur Wolf war nicht mehr der selbe. Als Jo bekifft aus der Wohnung trat und mir den Mittelfinger entgegenstreckte, wich Wolf demütig seinem neuen Meister aus. Jo sah ihn lange an. Dann schlug er ihn mit voller Kraft auf die Nase. Mo und ich wichen erschrocken zurück. Hinter dem blutverschmierten Gesichts Wolfs erkannte ich das bekannte Leuchten in seinen Augen, dass er bekam, wenn er merkte, dass er mal wieder einen tief in die Scheiße geritten hatte. Jo nahm sein iPhone heraus und ich nahm an, dass er ein Bild seines verletzten Gegners machen wollte, doch schweigend drehte er den Bildschirm zu Wolf und ließ ihn ein paar Sekunden darauf Blicken. Dann wischte er kurz auf und ab und sah die Sache als „gelöscht“ wie er kund gab. Und vergessen, wie er uns alle drohend fragte. Niemand nickte. Kurz war es ruhig und dann forderte Mo auf, dass man ihn bezahlte und ich kramte nach einen sehr kurzen Diskussion mein Portemonnaie aus der Gesäßtasche meiner Jeans.

Hier ein paar Interpretationsvorschläge, die Wolf im Laufe der Jahre gesammelt hatte: Sonnenaufgang, Mondoberfläche, das Innere einer Kuh, Gulasch, die Augen einer Ameise, Himbeer-Joghurt, eine Vielzahl an Fleischgerichten, die Wandfarbe Apricot auf einer Leinwand, ein vergrößerter Ausschnitt aus Munchs Schrei, der Schrei des Schreienden in Munchs Schrei (Maturanten; Pseudo-Wissen), Bart Simpsons Zunge (nicht schlecht, wenn man mich fragt), Rost, ein Teil einer Collage, keine-Ahnung-was-weiß-ich-die-Muschi-deiner-Mutter (knapp, aber das gilt nicht), eine besoffenen Fotografie per se, Kakerlakenlarven unter dem Mikroskop, ein Baumstumpf, das Parkett eines Boden, die Sohle einer meiner Schuhe, Socken in der selben Farbe und mein Liebling: „wie ich Wolf kenne, könnte es auch sein Arschloch sein“.

das letzte kapitel

Diese Geschichte beginnt mit einem Namen.Es ist nicht nur irgendein Name, es ist deiner. Es tut mir Leid, dass ich dich nicht gefragt habe, ob ich ihn verwenden darf, aber du wirst es nie erfahren, denn am Ende wirst du tot sein. Mich trifft keine Schuld, denn du hast es dir so ausgesucht. Wir besitzen jeder einen freien Willen, wir sind niemals Opfer, wir sterben, weil wir wollen. Deine Worte. Ehrlich gesagt, glaubte ich nicht daran, nein, es war mir gleich, was du damit meintest. Die Welt würde zusammenbrechen, es würde Blut und Asche regnen und du würdest sterben, weil du es wolltest und ich wäre alleine, weil du es wolltest und ich würde schreien, weil du es wolltest. Das war nicht meine Entscheidung.
Jetzt ist es nicht mehr deine.
Dein Ende beginnt hier und ich werde nicht um dich weinen, weil ich es jetzt weiß. Versteh mich nicht falsch; dies ist keine Rechtfertigung. Ich hätte dich fragen sollen, ein einfacher Satz, ich weiß. Doch es ist mir gleich. Dies ist keine Rechtfertigung.

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sara

Sara war das Mädchen mit nur zehn Sachen.

Ein rotes Buch.
Eine Füllfeder.
Robinson.
Ein großer, dunkler Kleiderschrank.
Eine unvollständige Zeichnung.
Drei Kerzen, die zu einer großen verschmolzen sind.
Eine Flasche voller Meeressand.
Zwei weiße Vorhänge mit rotem Saum.
Eine unscharfe Fotografie von dir und ihr.
Ein Königreich.

ganzer text

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Vorbilder

Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem du mir nichts mehr beibringen kannst.An dem ich erkennen werde, dass ich von dir schon alles gelernt habe. ganzer text

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Requiem

Es klingt wie ein Sonnenuntergang hinter alten Wolken. Der Himmel ist violett und an manchen Stellen blutet er sein Licht in die Welt. Es tropft über die Baumwipfel auf den späten Boden und die Schatten strecken sich, um am Ende dieses Tages nicht zu vergehen.  ganzer text

vampir

aus meiner nase rinnt blut und ich sehe dich an, wie du langsam an mir heraufkletterst. du wischt es mir ab, küsst deine finger, leckst die rote farbe vom handrücken. ich greife mir an die nase und taste dann mit der zunge an meine fingerspitzen. es schmeckt bitter und ich verziehe das gesicht, doch du lächelst, scheinst auf den geschmack gekommen zu sein.

aus meinen mundwinkeln tropft blut und ich beobachte dich, wie du deine lippen abschleckst, damit der kuss nicht zu trocken wird. dein roter mund sieht mich an und mit den händen wischt du mir sanft das gesicht sauber. ich schlucke luft und atme nach worten, doch du legst mir die finger auf die lippen, willst den moment voll auskosten.

aus meinen augen läuft blut und ich spüre deinen gierigen atem, wie er mich aussaugt. weine nicht haucht deine stimme während du meine tränen kostest. ich fühle den roten film auf meinen wangen, schmecke mich auf deiner zunge. du verbeugst dich und ich erkenne wie sich ein samtvorhang aus dunklen wein vor meine augen legt. ich liege da und verende, während deine liebe mich genussvoll verzehrt.

Endzeit

Noch heute Nachmittag hatten sich die Wolken längs des Waldes empor gebeugt, so dass der Horizont bizarr nahe erschien. Es schien, als müsste man nur über den nächsten Hügel in die Bäume laufen, um sich dann in ein Dunstmeer zu verirren. ganzer text

für mich

Für mich ist Leben nur ein Begriff.

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